Zweifel an Zahlungsfähigkeit – Immobilienmakler muss von riskantem Geschäft abraten

Der Makler eines Grundstückseigentümers war mit dem Verkauf einer Immobilie beauftragt worden. Eine Frau meldete sich, besichtigte das Anwesen und führte mit dem Eigentümer Verkaufsgespräche. Ein Kaufvertrag kam dann aber nicht zustande und das Haus wurde schließlich an einen anderen Interessenten veräußert. Die enttäuschte Interessentin war der Meinung, dass der Makler den Abschluss des Vertrages mit ihr zu Unrecht vereitelt habe. Er habe nicht das Recht gehabt, dem Verkäufer von dem Geschäft abzuraten. Sie verlangte deshalb Ersatz der Aufwendungen, die ihr im Vertrauen auf den Kauf entstanden seien. Schließlich sei sie sich bereits per Handschlag mit dem Verkäufer einig gewesen. Der Makler habe ihr auch mitgeteilt, dass sie schon mit den Vorbereitungen für den Umzug beginnen könne. Sie habe deshalb ihr eigenes Anwesen, in dem sie bisher gewohnt habe, bereits ausgeräumt und später wieder einräumen müssen, wofür Kosten i. H. von knapp 30.000 Euro entstanden seien. Ihre Umzugshelfer hätten hierfür insgesamt über 2.100 Stunden benötigt.

Das Landgericht Frankenthal wies die Klage ab. Es sei die Pflicht eines Maklers gewesen, über die Bonität eines möglichen Vertragspartners aufzuklären und auf entsprechende Zweifel hinzuweisen. Kurz vor dem geplanten Termin beim Notar habe noch keine Finanzierungsbestätigung vorgelegen und die Finanzierung der Kaufnebenkosten sei von einer Bank abgelehnt worden. Zudem sei der Schaden aufgrund eigenen Verhaltens der Frau entstanden, weil sie zu früh mit den Vorbereitungen für den Umzug begonnen habe. Der Kauf einer Immobilie könne aus einer Vielzahl von Gründen bis zum Notartermin immer noch scheitern. Etwaige Kosten für das Aus- und Einräumen des Hauses müsse die Frau selbst tragen.

Zweimal 30 Jahre bei BHT

Die Steuerfachangestellte Frau Michaelis-Klut und Kanzleimanager Rüdiger Meinke feiern am 01.07.2021 ihr 30jähriges Firmenjubiläum. Zu dieser langen Zeit der Treue und dem hohen Engagement gratulieren die Partner wie auch das gesamte Team sehr herzlich.
Beide stiegen am 1.7.1991 als Steuerfachangestellte in die Abteilung „Jahresabschlüsse und Steuererklärungen“ bei Heise & Partner, dem Vorläufer der heutigen BHT Steuerberatung, ein. Frau Michaelis-Klut entwickelte sich zu einer erfahrenen Säule und kompetenten Ansprechpartnerin für die Mandanten in der Abschlussabteilung. Herr Meinke übernahm als zertifizierter Kanzleimanager und QM-Beauftrager (beides 2015) verantwortungsvolle Aufgaben in der EDV- (seit 1993) und Kanzleiorganisation. Seit 2019 betreut er zudem in der BHT Unternehmensberatung Kunden im Bereich GoBD-Audit.
Wir freuen uns über diese großartigen Jubiläen und auf die weiteren Jahre!

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